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„Mich hat eine Zecke gebissen!“ — wenn Menschen das berichten, steht ihnen meist die Angst im Gesicht geschrieben. Die Bedenken sind begründet, denn eine Zecke, im Volksmund auch Holzbock genannt, kann ernsthafte Krankheiten übertragen: die so genannte Lyme-Borreliose oder in eher seltenen Fällen eine gefährliche Hirnhautentzündung, die Frühling-Sommer-Meningo-Enzephalitis, meist nur als FSME benannt.
Da man nie wissen kann, ob bzw. welche Krankheitserreger eine Zecke in sich trägt, sollten Zeckenbisse immer ernst genommen werden. Tatsächlich erkrankt aber nur ein sehr kleiner Teil aller von Zecken gebissenen Menschen. Genaue Zahlen über die Häufigkeit von zeckenverursachten Erkrankungen liegen nicht vor, da es dafür in Deutschland bisher keine flächendeckende Meldepflicht gibt. Laut Robert-Koch-Institut ist die Borreliose die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit in Europa. Im Jahr 2006 wurden in den Bundesländern mit Meldepflicht (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt) 6.244 Erkrankungsfälle an das Robert-Koch-Institut übermittelt. Schätzungen zur Folge sind in hochendemischen Gebieten bis zu 35% der Zecken mit Borrelien infiziert, d.h. von jeder 3. Zecke geht ein Infektionsrisiko aus. Entsprechend der Zeckenaktivität und des Freizeitverhaltens des Menschen häufen sich die Borreliose-Fälle in den Monaten Mai bis Oktober, mit einer Hochzeit in den Monaten Juli/August.
Gegen Borreliose gibt es für den Menschen zur Zeit keine Impfung.
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