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Nein! Zecken können nur bis maximal 1,50 Meter hoch klettern. Sie lieben vor allem Laub- und Mischwälder, Bachränder sowie Gebüsche und hohe Gräser an Wegrändern.
Beim Vorbeigehen werden sie von Sträuchern oder Gräsern abgestreift und gelangen so an die häufig befallenen Körperregionen des Menschen: in den Nacken, an die Unterarme und Unterschenkel, die Kniebeugen, unter die Achselhöhlen, zwischen die Zehen und nicht selten an den Bauchnabel und ii den Genitalbereich. Zecken haben es gern warm und feucht und werden in der Regel erst ab einer Temperatur von ca. 10° Celsius aktiv. Deshalb dauert die Zeckensaison etwa von März bis Oktober. Durch die bestehende Klimaerwärmung weiten sich viele Zecken- und Infektionskrankheiten aus. Zecken werden immer gefährlicher. Weltweit kennt man ungefähr 900 verschiedene Zeckenarten.
Borrelien sind Schraubenbakterien, die meist im Darm von Zecken leben. Der Schweizer Arzt Willy Burgdorfer entdeckte sie 1981 in den USA, weshalb sie nach ihrem Entdecker Borrelia burgdorferi benannt wurden. Rund ein Drittel aller Zecken in Mitteleuropa sind mit Borrelien-Bakterien infiziert.
Man geht davon aus, dass Borrelien erst viele Stunden nach dem Zeckenbiss ins Blut gelangen. Schon deshalb ist es wichtig, eine Zecke so schnell wie möglich zu entfernen. Interessanterweise werden Borrelien in Europa schneller — schon am ersten Tag — übertragen als in den USA, wo eine Übertragung in den ersten 24 Stunden fast ausgeschlossen ist. Gegen Borrelien gibt es keine Immunität, das heißt man kann mehrfach erkranken und sogar mehrere Borreliosen verschiedener Stadien gleichzeitig haben.