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ZUM THEMA: Diagnostik

Die moderne Labordiagnostik

Wie wird eine Diagnose gestellt?

Hat man einen Zeckenbiss festgestellt, sollte man am besten sofort einen fachkundigen Arzt aufsuchen. (Hier können Sie online nach Arztpraxen suchen.) Die sachgerechte Entfernung der Zecke ist unbedingt erforderlich. Nicht immer tritt nach einem Zeckenbiss eine kreisrunde Rötung auf. Wenn sie auftritt, ist sie ein sicheres Zeichen für eine Infektion. Es ist sehr wichtig, auf die Beschwerden zu achten und diese dem Arzt mitzuteilen.

Wie erkennt man eine Borreliose?

Zeckenerkrankungen zeigen ein sehr vielfältiges, nicht leicht zuzuordnendes Krankheitsbild mit vielen Organstörungen. Die Verläufe sind sehr unterschiedlich. Leider werden die Beschwerden manchmal nicht mit einer Zeckenerkrankung in Verbindung gebracht, sondern zum Beispiel als Rheuma, Multiple Sklerose, Fibromyalgie, Burn-Out-Syndrom oder psychische Krankheit gedeutet.

Der Krankheitsverlauf

Ohne Behandlung verläuft die Erkrankung in drei Stadien. Nicht immer lassen sich die einzelnen Krankheitsstadien klar voneinander abgrenzen.

Stadium I

Stadium II

Stadium III

Was kann die moderne Diagnostik leisten?

Zecken PCR: Frühdiagnostik bei Borreliose-Verdacht

Inzwischen ist es möglich, die diagnostische Lücke zu schließen, die entsteht, bis eine Borrelien-Infektion im Blut sicher nachgewiesen werden kann. Mit Hilfe der so genannten Zecken-PCR lässt sich in kurzer Zeit klären, ob eine Zecke selbst mit Borrelien infiziert ist.

Bei diesem labormedizinischen Verfahren wird das Erbgut (DNA) des Erregers in der infizierten Zecke nachgewiesen. Mittels „one-step“ Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR) wird die Borrelien-DNA vermehrt und anschließend durch Hybridisierung an hochspezifischen Gensonden nachgewiesen. Dieses standardisierte Verfahren erhöht die Spezifität und Sensitivität gegenüber konventionellen DNA-Tests, die lediglich eine PCR ohne Sondenhybridisierung verwenden.

So kommt die Zecke ins Labor

Entdeckt man eine Zecke am Körper, ist sie vorsichtig und sachgerecht zu entfernen:

Auch tote Zecken können untersucht werden!

Zum Versand geben Sie die Zecke in ein — nicht zerbrechliches — verschließbares Gefäß, z.B. eine Filmdose, oder einen verschließbaren Plastikbeutel. Bitte kleben Sie die Zecke nicht auf Tesafilm.

Senden Sie das Gefäß mit der Zecke umgehend mit dem ausgefüllten Anforderungsbogen in einem (gefütterten) Briefumschlag an:

BioImmun GmbH

Hans-Böckler-Str. 109

55128 Mainz

Bei Rükfragen: Tel. 06131 7205-0 (Mo.-Fr. 8 - 18 Uhr)

Die Zecken-PCR-Untersuchung kostet 40 Euro inkl. MwSt.

Bitte beachten Sie auch die AGBs.

Der T-cellspot® Borrelien: Neues sensitives Testverfahren

Die neue Diagnostikmethode T-cellspot® wird mittels einer Blutprobe durchgeführt. Dieser Test ist in der Lage, eine Borrelieninfektion bereits kurz nach einem Zeckenbiss nachzuweisen. Im Gegensatz dazu können die herkömmlichen Bluttests erst mehrere Wochen nach Infektion durchgeführt werden, wenn sich im Organismus Antikörper gebildet haben und die Borrelien bereits innere Organe besiedelt haben.

Beim T-cellspot® wird in einem komplexen Verfahren untersucht, ob die so genannten T-Lymphozyten — Bestandteile der Immunabwehr — Kontakt mit Borrelien hatten. Diese Untersuchung ist 20 bis 200-fach empfindlicher und aussagefähiger als der herkömmliche ELISA-Test. Der T-cellspot® ist so sensitiv, dass bereits eine borrelienreaktive T-Zelle unter 100.000 anderen T-Lymphozyten erkannt wird. Außerdem kann der Test zur Erfolgskontrolle nach einer Antibiotika-Behandlung eingesetzt werden und zur Unterscheidung zwischen einer akuten oder chronischen Borreliose herangezogen werden.

Leider zahlen die gesetzlichen Krankenkassen diese Untersuchung bisher nicht als Regelleistung. Die Laborkosten für diese Untersuchungen liegen zwischen 108 Euro und 125 Euro. Zusätzlich entstehen noch Kosten für die ärztlichen Beratungs- und Untersuchungsleistungen.