Archiv der Kategorie „Borreliose-Therapie“

IPT Insulinpotenzierte Therapie bei Borreliose


20. April 2009

Insulinpotenzierte Therapie ist eine noch relativ unbekannte Behandlungsform, die bei Borreliose, Krebs, Syphilis, Herpesinfektionen und anderen schwer behandelbaren Erkrankungen eingesetzt werden kann.

Das Prinzip beruht auf dem Einsatz von Insulin als Türöffner, um die erkrankten Zellen mit einem entsprechenden Medikament in sehr niedriger Dosierung effektiv zu erreichen. Der Vorteil liegt darin, dass nur 10-20% der sonst benötigten Mengen des Therapeutikums unter Insulinvorbehandlung verabreicht wird. Somit werden auch die unverwünschten Nebenwirkungen deutlich reduziert oder gar vermieden.

Die Geschichte der „IPT“:
1925 wurde das Insulin entdeckt. Der mexikanische Militärarzt Dr. Donato Perez Garcia hat als Militärarzt seit 1930 experimentell an Syphilis erkrankte Soldaten, später auch Patienten mit Krebs und anderen Erkrankungen mittels „IPT“ erfolgreich behandelt. Über 2 Generationen wurde diese Therapie weiter zu einer sicheren, effektiven Therapie entwickelt.

Das Prinzip der Therapie:
Das Insulin bewirkt als körpereigenes Hormon die Aufnahme von Kohlenhydraten in die Zellen. Infizierte, kranke Zellen haben auf der Oberfläche etwa 6 mal so viele Insulinrezeptoren wie normale, gesunde Zellen. Das Insulin wird während der Therapie als Hilfe für die Einschleusung von Medikamenten direkt in die Zelle genutzt, ohne dass dafür große Konzentration der Medikamente im Plasma erreicht werden müssen. Es erfolgt eine Art selektive Therapie kranker Zellen mit Auslösung der Apoptose (natürlicher Zelltod). Gesunde Zellen werden dabei weitgehend geschont.

Warum unbekannt:
Zunächst wurde diese nach der Entdeckung des Penizillins und durch die eigenständige Entwicklung der Chemotherapie verdrängt. Ein weiterer Nachteil der „IPT“-Behandlung ist der hohe zeitlicher Aufwand, sowie die strenge notfallmäßige Überwachung. Durch die Zunahme der Antibiotikaresistenzen und durch die enttäuschenden Ergebnisse der Chemotherapie – hier speziell bei Brustkrebs - weckt „IPT“ heutzutage zunehmend Interesse bei innovativ tätigen Kliniken und Ärzten. Weltweit gibt es Hunderte Ärzte, die speziell für die „IPT“-Behandlung ausgebildet worden sind. Es wäre dringend erforderlich, dass private Versicherungen diese effektive Therapie für den betroffenen Patienten übernehmen.

Ablauf der Therapie:
Der Patient bekommt nüchtern eine individuell genau errechnete Menge Insulin intravenös appliziert. Eventuell auftretende vegetative Reaktionen werden durch Akupunktur, stabilisierende Kreislaufmedikamente und Antiemetika kontrolliert. Unter EKG-Überwachung, Sauerstoffpartialdruck Messung, Sauerstoffgabe und Notfallbereitschaft wird der Blutzucker kontrolliert bis auf etwa 25-30 mg% gesenkt. Im therapeutischen Fenster der adrenergen Phase werden etwa 10-20% der sonst normalen Dosis von auf die Erkrankung speziell abgestimmten Medikamente intravenös verabreicht. Kranke Zellen, die besonders für Insulin empfindlich sind, werden in diesem angeregten Zustand selektiv therapiert. Durch die abschließende ebenfalls intravenöse Verabreichung einer Zuckerlösung wird der Patient wieder stabilisiert. Mit der Zuckerinjektion werden alle restlichen Medikamentenanteile aus dem Plasma intrazellulär eingeschleust. Bereits nach der ersten Behandlung kommt es beispielsweise zu einer deutlichen Schmerzreduktion. Eine Resistenzentwicklung ist wegen der sehr kurzen Therapiedauer und dem niedrigen Plasmaspiegel bei dieser „Trägermethode” extrem unwahrscheinlich.

Therapiedauer:
IPT wird je nach dem Gesundheitszustand des Patienten einmal pro Woche durchgeführt. Für die eigentliche “IPT”-Behandlung mit einer Voruntersuchung ist etwas über 1 Stunde anzusetzen. Nach der Stabilisierung des Kreislaufs und des Blutzuckerwertes erhält der Patient eine weitere Infusion für 2 Stunden und bleibt unter ärztlicher Beobachtung. Vor der Entlassung erfolgt erneut eine körperliche Untersuchung inkl. Blutdruck, Blutzuckermessung. Die Medikamentenzusammenstellung variiert je nach Erkrankung. Die gesamte Therapiedauer beträgt etwa 3,5 Stunden.

Anzahl der Behandlungen:
Kein starres Schema, als Richtlinie gilt 6 Behandlungszyklen, dann 3 Wochen Pause mit Laborkontrolle und anschließend 3 Nachbehandlungen als Therapieabschluss.

Kosten:
Die Abrechnung erfolgt nach GOÄ und beläuft sich auf etwa 400.- Euro pro Behandlung, zuzüglich Medikamente. Die Kosten werden von den Kassen in der Regel nicht übernommen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihre Praxis Dr. Heinrich Nemec

Dr. med. Heinrich Nemec

Privatärztliche Praxis
Kaiser-Friedrich-Promenade 26
61348 Bad Homburg
Tel.: 06172-868233
Fax: 06172-868234
www.docnemec.de

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www.docnemec.de

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IPT Insulinpotenzierte Therapie bei Borreliose


14. April 2009

Insulinpotenzierte Therapie ist eine noch relativ unbekannte Behandlungsform, die bei Borreliose, Krebs, Syphilis, Herpesinfektionen und anderen schwer behandelbaren Erkrankungen eingesetzt werden kann.

Das Prinzip beruht auf dem Einsatz von Insulin als Türöffner, um die erkrankten Zellen mit einem entsprechenden Medikament in sehr niedriger Dosierung effektiv zu erreichen. Der Vorteil liegt darin, dass nur 10-20% der sonst benötigten Mengen des Therapeutikums unter Insulinvorbehandlung verabreicht wird. Somit werden auch die unverwünschten Nebenwirkungen deutlich reduziert oder gar vermieden.

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Antibiotikatherapie bei Borreliose


3. June 2008

Von der deutschen Borreliosegesellschaft e.V. wurden im April 2008 Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose veröffentlicht.
Die Verfasser weisen ausdrücklich darauf hin, dass bislang keine evidenzbasierten Studienergebnisse zur Behandlung der chronischen Borreliose vorliegen. Daraus folgt, dass jede, also auch antibiotische Behandlung der Borreliose, eine sogenannte Off-Label-Verwendung darstellt über die der Patient informiert werden muss.
Die verwendeten Antibiotika wie Minocyclin, Doxycyclin, Azithromycin, Amoxicillin, Cefuroxim, Clarithromycin, Metronidazol und Hydroxychloroquin haben neben der antibiotischen Wirkungen auch Nebenwirkungen und führen auch zu einer Beeinflußung des Mikronährstoffhaushaltes.
Diese Nebenwirkung sollte in den begleitenden Therapiemaßnahmen berücksichtigt werden.
Eine Aufstellung finden Sie hier: nebenwirkung-der-antibiotikatherapie.pdf

Guidline for treating lyme disease


4. November 2007

Guidline for treating lyme disease
ScienceDaily (May 25, 2007) — A guideline developed by the American Academy of Neurology finds conventionally recommended courses of antibiotics are highly effective for treating nervous system Lyme disease. However, there is no compelling evidence that prolonged treatment with antibiotics has any benefit in treating symptoms that persist following standard therapy.

“While other guidelines exist to help diagnose and treat general Lyme disease, there continues to be considerable controversy and uncertainty about the best approach to treating neuroborreliosis, in which Lyme disease involves the nervous system,” said lead guideline author John J. Halperin, MD, with Atlantic Health in Summit, NJ, and Fellow of the American Academy of Neurology.

To develop the guideline, the authors analyzed all available scientific studies on the topic.

The evidence shows that using antibiotics for two to four weeks is highly effective for treating neuroborreliosis. Lyme disease responds well to the intravenous antibiotics penicillin, ceftriaxone, cefotaxime, and oral doxycycline, and these antibiotics are probably safe and effective when taken for 14 to 28 days by children and adults.

Halperin says other oral antibiotics, such as amoxicillin and cefuroxime axetil, may be alternative treatment options for Lyme disease, but there is not enough supporting evidence to recommend them.

Patients who have received accepted antibiotic regimens for Lyme disease sometimes have persisting symptoms, often referred to as Post-Lyme syndrome (PLS). This guideline states that long-term use of antibiotics does not improve the outcome in people with chronic symptoms after customary treatment of Lyme disease. Specifically, further treatment does not improve overall health quality of life, memory, or depression. Long-term antibiotic use can be associated with such side effects as diarrhea, blood stream infections, and blood clots.
“While it is clear from all available scientific studies that long-term use of antibiotics doesn’t help to treat chronic symptoms that persist after treatment for Lyme disease, the symptom complex will remain problematic until we can better understand the cause of these symptoms and find appropriate treatments,” said Halperin.

The guideline is published May 23, 2007, in the online edition of Neurology®, the scientific journal of the American Academy of Neurology.

Adapted from materials provided by American Academy of Neurology.