Auch in der offiziellen Fachliteratur ist es immer wieder zu lesen:
Zecken beißen.
Richtig ist - Zecken stechen, denn zum Beißen fehlt den Zecken das entsprechende Mundwerkzeug.
Der vordere Teil des Körpers einer Zecke endet in einem aus zwei Platten bestehenden Saugrohr. In diesem Saugrohr befinden sich zwei Schneiden, die sich vorstülpen und mit denen die Haut aufgeraspelt wird. Dann bohrt die Zecke das Saugrohr in die Haut und gibt Speichel ab. Dieser enthält Gerinnungshemmer, Schmerzbetäubungsmittel sowie Stoffe gegen Entzündungsreaktion.
Mit diesem Trick kann die Zecke über Stunden Blut saugen, ohne dass es gerinnt und ohne das der befallene Mensch oder das Tier auf den Stich aufmerksam wird. In der Regel saugt die Zecke 36 bis 38 Stunden an der Einstichstelle.
Die Borrelien gelangen dann mit dem Speichel der Zecke in das gestochene Lebenswesen.
Deshalb gilt - nach dem Waldspaziergang oder der Arbeit im Garten - sorgfältig die Haut absuchen (oder absuchen lassen). Je früher eine Zecke, als potentieller Borrelioseträger entfernt wird, desto geringer das Infektionsrisiko